Familienbett – Gut oder Schlecht?

Co-Sleeping bzw. das gemeinsame Schlafen im Bett von Kindern und Eltern ist ein sehr umstrittenes Thema. Dabei gehen die Meinung weit auseinander: die einen befürworten es und die anderen sind komplett dagegen.


Und das zeigen auch eure Antworten aus meinen Instagram Stories:


Als Kind habe ich persönlich nie im Bett meiner Eltern geschlafen, aber es gab bestimmt Momente, in denen ich es mir gewünscht hätte. Zum Beispiel, als ich geglaubt habe, dass Aliens in einem roten Laserstrahl durch das Schlüsselloch in mein Zimmer gelangen... Dies war einer meiner schlimmsten Albträume, aber im Wachzustand. Wenn es so etwas überhaupt gibt. Oder vielleicht war es auch einfach nur bunte Fantasie oder gar Halluzinationen. Als Kind spuckt man sich so einiges im Kopf zusammen...


In solchen Momenten oder nachdem ich schweißgebadet von einem schlimmen Albtraum aufgewacht bin, habe ich mir die Decke über den Kopf gezogen und zitternd gehofft, dass was auch immer für ein Geist oder Monster mich bedroht, es mich nicht entdeckt. Und bloß nicht unters Bett schauen...

Und wenn ich doch aus irgendeinem Grund aufstehen musste, dann aber bitte mit einem großen Sprung, sodass das Monster unterm Bett mich nicht am Fuß packen kann. Wer kennt das?


Jetzt stellt sich natürlich für mich die Frage, hat mich das abgehärtet oder wäre es vielleicht besser gewesen, dass ich mich in das Bett meiner Eltern (bzw. in meinem Fall meiner Großeltern) verzogen hätte, um dort Schutz und Unterschlupf zu bekommen? Ich weiß es nicht... Gehört es zum Kind sein dazu, dass man sich selbst den Gespenster und Monstern stellen muss? Oder ist es einfach nur schlau, sich dort Schutz zu suchen, wo man sicher ist (aka das Bett der Eltern)?


Dies ist aber nicht nur der einzige Grund, warum wir uns überlegt haben ein Familienbett anzuschaffen. Sondern auch aus recht pragmatischen Gründen. Und hier kommt auch das „Organisieren“ ins Spiel. Denn alles, was mein Leben langfristig leichter macht, macht es organisierter...

Wir haben vier Haustiere – zwei Katzen, einen Dalmatiner und ein Hausschwein. Alle schlafen von Zeit zu Zeit mal bei uns im Bett. Da sind 1,80m einfach zu klein. Und wenn dann auch noch das Kind dazukriechen will, ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Sprich am nächsten Tag ist man genervt, ausgelaugt und kann keine Leistung erbringen wie nach einer gesunden Portion Schlaf.

Also, ein breiteres Bett muss her! Ganze 2,80m. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie befreiend dieses Gefühl ist...


Jetzt haben all unsere Sprösslinge (egal ob Vier- oder Zweibeiner) darin Platz!

Außerdem haben wir eine freie Fläche für eine dritte Decke und Kopfkissen, sodass ich als Mama mir nicht eine Decke mit meiner Kleinen teilen muss, bzw. am Ende sowieso ohne Decke liege, weil man ja möchte, dass es dem Kind gut geht... Kommt dir das bekannt vor?


Realität ist, dass wir, also mein Mann und ich, alleine schlafen gehen – denn es gibt auch Dinge, die wir als Erwachsene tun möchten, wo das Kind nicht dabei sein soll. Wenn dann aber mitten in der Nacht unsere Kleine zu uns ins Bett möchte, dann haben wir jetzt einen Platz für sie (und ein eigenes Kissen und Decke)!


Einzige Ausnahme ist, und darum bin ich so super dankbar für dieses Bett, wenn die Kleine krank ist. Dann lege ich mich gemeinsam mit ihr zum Schlafen und direkt in unser 2,80m breites Traumland. So kann ich mich besser um sie kümmern und checken, ob alles in Ordnung ist. Das beruhigt dann auch meine Seele. Denn auf 1m mit ihr gemeinsam Schlafen macht wirklich keinen Spaß – und dem Rücken auch nicht (ich spreche da aus Erfahrung).


Zusammengefasst muss ich sagen, dass aus rein praktikablen Gründen, wir positiv zu einem Familienbett stehen. Aber wie es auch mit anderen Organisationssystemen im Haus ist, rate ich auch hier: Was für uns funktioniert, muss nicht für euch funktionieren.



Noch ein kleiner Tipp: Wenn ihr euch für ein Familienbett entscheidet und eine zweite Matratze dazu kaufen müsst, checkt vorher die Höhe eurer alten Matratze oder schaut auf der Herstellerseite im Internet nach. Vielleicht gibt es ja die gleiche Matratze nur in einer anderen Größe?!


Bei einem 2,80m breiten Familienbett könnt ihr zum Beispiel zwei 1,40m Matratzen verwenden. Oder so wie wir eine 1m und eine 1,80m Matratze. Bei Amazon gibt es sogar bis zu 3,40m breite Bettlaken für die Matratze zu einem relativ günstigen Preis. Ansonsten tun es auch einfach zwei Spannbettlaken.



Falls ihr noch Fragen oder Anregungen zu dem Thema habt, dann schreibt mir doch einfach oder kommentiert direkt zu diesem Artikel. Ich freue mich auf euer Feedback.


Auf alle Fälle, egal ob Schlafcouch, Stockbett oder Familienbett, ich wünsche euch allen ein paar erholsame Nächte. Denn wir sind alle keine Superhumans und brauchen unseren Schlaf, damit wir auch am nächsten Tag wieder für unsere Kleinen die Superhelden sein können!


Liebe Grüße,

Eure Isabella


PS: Und hier noch ein kleines Video von dem Aufbau unseres Familienbettes. Der war kinderleicht und hat sogar Spaß gemacht.





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