Gut organisiert umziehen? Mit dieser Checkliste zum perfekten Umzug mit etwas Vorbereitungszeit.

Hands down, schon 17 Mal bin ich in meinem Leben umgezogen. Dass ist, als hätte ich mir jedes zweite Jahr in meinem Leben eine neue Adresse unter die Nägel gerissen. Jedes zweite Jahr! Unfassbar.

Noch viel beängstigender ist jedoch, dass mit 17 Jahren erst der Umzugsmarathon so richtig begann. Also bin ich innerhalb der letzten 17 Jahre, 17 Mal umgezogen. Also quasi jährlich. Ohje, diese Zahl 17 ist ganz schön aufdringlich...


Was sagt denn die Numerologie zur Zahl 17?

Wollen wir das herausfinden? Ok, hier ein kleiner Exkurs: „Die Zahl 17 steht für die Hoffnung – das Licht am Ende des Tunnels.“ Gar nicht mal so schlecht oder? Vielleicht war ja mein 17ter Umzug das Ende des Tunnels – vielleicht bin ich ja jetzt endlich angekommen?! Also wohlfühlen tue ich mich jedenfalls in unserem neuen Heim und nachdem ich nun eine Finanzierung über 20 Jahre (zum Glück nicht schon wieder eine „17“) abgeschlossen habe, gehe ich davon aus, dass wir hier noch eine Weile wohnen werden.


Jetzt aber wieder zurück zum eigentlichen Thema: der Umzug!

Falls ihr jetzt schon Schweißausbrüche und wackelige Knie bekommt, dann seid ihr hier genau richtig. Denn ich habe euch eine Checkliste zusammengestellt, was und wann ihr unbedingt abhacken müsst, damit ihr einen halbwegs entspannten Umzug habt.


Denn sind wir mal ehrlich: Umzüge sind immer stressig und mit viel Staub und Schrammen verbunden. Aber mit der richtigen Vorbereitung, geht es definitiv einfacher, schneller und leichter von der Hand.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass sich diese Checkliste an Menschen richtet, die Zeit für die Vorbereitung mitbringen. Am besten so zwei bis drei Monate.


Ein SOS-Notfall-Plan für Menschen ohne Vorbereitungszeit stelle ich aber auch noch zusammen, keine Sorge!


Was gibt es also alles zu tun? Ich teile es mal grob in die folgenden drei Kategorien auf:

1. Notwendiges

2. Ballast loswerden

3. Schlau Packen


1. Notwendiges

Unter Notwendiges fallen all die Dinge, die zwingend gemacht werden müssen. Zum Beispiel Strom ab- und unter der neuen Adresse anmelden, Vertragspartner über die neue Anschrift in Kenntnis setzen, Umzugsfirma oder Umzugswagen buchen etc. So solltet ihr zum Beispiel frühzeitig euer Internet ummelden und einen Installationstermin vereinbaren, denn sonst kann man schon mal zwei bis vier Wochen auf einen Termin warten. Speziell für Leute, die von Zuhause aus arbeiten, wäre dies äußerst ungünstig.


Denkt außerdem auch an die Änderung eurer Adresse online (z.B. bei Amazon), denn sonst werden eure Pakete an die alte Adresse geliefert. Auch wenn ihr einen Nachsendeauftrag stellt, werden bei der Standardversion nur Briefe weitergeleitet, aber keine Magazine oder Pakete, dass kostet nämlich extra und kann schnell sehr teuer werden.

Beim Ummelden eurer Versicherung achtet bei der Hausrats- und Haftpflichtversicherung darauf, ob der Versicherungsgegenstand der gleiche bleibt oder ob vielleicht eine höhere Summe versichert werden muss.


Auch bei eurem Strom- und Gasanbieter solltet ihr prüfen, ob es unter eurer neuen Adresse vielleicht noch einen günstigeren Anbieter gibt. Da ihr nämlich durch euren Umzug von der Kündigungsfrist entbunden seid, könnt ihr hier ohne Probleme mit einem neuen Anbieter einen Vertrag eingehen. Auch hier solltet ihr überlegen, ob euer Verbrauch der gleiche bleibt. Nicht, dass ihr eine saftige Nachzahlung erhaltet, weil ihr in ein riesiges Haus gezogen seid, ihr aber noch die gleichen Abstandszahlung leistet wie in eurer kleinen Wohnung zuvor.


Kinder und Tiere haben nichts auf einer Baustelle zu suchen

Wenn ihr eure Umzugshelfer organisiert, denkt auch daran, vielleicht einen Babysitter zu buchen oder eure Kinder je nach Alter bei Verwandten unterzubringen. Ein Umzug gleicht einer Baustelle und es nicht immer sicher für Kinder mittendrin im Geschehen dabei zu sein. Das gleiche gilt auch für Haustiere. Vielleicht könnt ihr sie für die stressigen Umzugstage bei Freunden unterbringen, so entwischt euch auch kein Tier durch die offene Tür.


2. Ballast loswerden

Unter Ballast loswerden kommt mein Lieblingspart: nehmt euch Zeit und sortiert mal ordentlich aus! Und zwar alles: vom Dachboden bis in den Keller, jeder Winkel und jede Schublade sollte dabei unter die Lupe genommen werden.


Wie oft ist es passiert, dass wir in Stress und Hektik vor einem Umzug alles einpacken und uns dann im Nachgang beschweren, dass es so viele schwere Kisten geworden sind und dann in der neuen Wohnung, aufgrund von Frust und mangelnder Lust, einige Dinge auf dem Müll landen, „weil man sie ja doch nicht mehr braucht!“.

Um das zu vermeiden, sortieren wir vorher einfach aus! So ziehen wir auch nur mit den Dingen um, die wir wirklich lieben und schätzen. Dass würde auch jede Marie Kondo begrüßen!


Wichtig ist, dass wir hier die Grundregeln des Ausmistens einhalten: Es kommt weg, was nicht mehr passt, was kaputt ist oder abgelaufen ist.

Ich wette, da würde ich jetzt sofort 50 Dinge in jedem Haushalt finden, die in diese Kategorie passen. Spiele, die nicht mehr vollzählig sind, Barbies denen einen Bein fehlt, abgelaufene Medizin oder uralte Bodylotion, alte Kuchenbackmischungen, die Hose vor der Schwangerschaft, der Kinder-Badeanzug vom letzten Jahr oder der Tennisschläger mit kaputten Seiten.

Loslassen und durchatmen

Des Weiteren darf bzw. sollte ausgemistet werden, wovon man sich leicht trennen kann, weil es einem nicht mehr gefällt, man schon ewig nicht mehr benutzt/getragen/gelesen hat oder keinen Zweck hat. Ich sag jetzt nicht, ihr sollt alle Bücher und jede Vase aus eurer Sammlung rausschmeißen - aber überlegt euch, ob ihr diesen Gegenstand wirklich mitnehmen möchtet und ob er euch glücklich macht. Oder ist dieser Gegenstand eher wie eine Last auf euren Schultern und nimmt euch die Luft zum Atmen?


Wenn es euch schwer fällt eine Entscheidung zu treffen, dann seid ihr bei einem Aufräumcoach genau richtig – denn wir können euch in den Umzugsvorbereitungen unterstützen und euch bei diesem Prozess zur Seite stehen.


3. Schlau Packen

Bei Schlau Packen geht es darum, wie Gegenstände verpackt werden sollten und vor allem, wie die Kisten beschriftet werden müssen, damit wir alles schnell wiederfinden können.

Am besten beginnt ihr mit einer Kategorie an Sachen, die ihr bis zu eurem Umzug nicht mehr braucht und die ihr bereits erfolgreich ausgemistet habt.


Wenn ihr also zum Beispiel eure Schuhsammlung von unnötigem Ballast befreit habt, überlegt euch, welche Schuhe ihr aktuell nicht mehr braucht und packt alle in Kisten. So verfahrt ihr weiter mit allen anderen Kategorien in eurem Haus, bis nur noch das Notwendigste übrig bleibt.


Wichtig für einen reibungslosen Umzug ist, dass die Kisten nach Zimmern sortiert sind. Packt zum Beispiel in einer Box fürs Kinderzimmer nur Dinge aus dem Kinderzimmer ein und mixt sie nicht mit Küchengeräten. Dann schreibt darauf, in welches Zimmer diese Kiste soll und klebt zusätzlich einen farbigen Punkt auf die Box, der für das jeweilige Zimmer steht. Mit einem ausgedruckten Grundriss und farbig markierten Punkten, weiß dann jeder Umzugshelfer wo die Kiste hin muss – auch ohne die gleiche Sprache sprechen zu müssen. Die internationale Sprache des Umziehens sozusagen...



Beim Packen solltet ihr auf die gleichmäßige Gewichtsverteilung achten und für Bücherkisten, nehmt bitte unbedingt kleine Kisten. Sonst werden diese zu schwer und die mag dann keiner tragen...

Alte Zeitungen machen sich super als Verpackungsmaterial und sind zudem umweltfreundlicher als Plastikfolie. Also schmeißt sie noch nicht in den Müll und fahrt mit ihnen einen kleinen Umweg über euer neues Zuhause. Dann könnt ihr alles auf einem Recyclinghof entsorgen.


Übrigens, wenn ihr im Baumarkt steht und euch fragt, wie viele Umzugskisten ihr eigentlich braucht – gilt die Faustregel: eure Vorstellung + das 2-3 fache = tatsächlicher Bedarf. Außer ihr seid so richtig gut im Schätzen, aber meistens liegen wir leider daneben... Dann lieber die übriggebliebenen Kisten wieder zurückgeben. Achtet hier auf das Rückgaberecht und wann die Rückgabefrist abläuft. Am besten startet ihr mit einer großen Menge und kauft dann ggf. in den Wochen 1 bis 4 nochmal Kisten nach. Die könnt ihr in den meisten Baumärkten unbenutzt bis zu vier Wochen wieder zurückgeben.


Also lasst uns starten! Die Checkliste gibts hier zum kostenlosen Download.

Viel Erfolg beim Ausmisten, Packen und Umziehen.

Aber vor allem ganz viel Glück und Liebe in eurem neuen Zuhause.


Eure Isabella



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